Montag, 18. Februar 2013

Eine Herzensangelegenheit

Heute möchte ich euch mal nichts Kreatives von mir zeigen, sondern euch auf eine Herzensangelegenheit aufmerksam machen. Es geht um das Thema Läukemie und Knochenmarkspende.

Zwischen Weihnachten und Neujahr ist mein Vater umgekippt und  kam ins Krankenhaus. Daraufhin hatte man bei ihm Läukemie festgestellt. Seit Freitag ist er nun wieder im Krankenhaus zur Chemotherapie.

Seit der Diagnose habe ich mich näher mit dem Thema beschäftigt und bin daraufhin auch auf die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gestossen. Da mich das Thema indirekt betrifft, brauchte ich nicht lange zu überlegen, mich zu registrieren. Auch wenn ich vielleicht meinem Vater nicht helfen kann, besteht die Möglichkeit, dass ich anderen Patienten helfen kann.

Nachdem ich mich online registriert habe, bekam ich zwei Tage später Post. Enthalten war ein Wattestäbchen mit dem ich mir eine DNA-Probe aus dem Mundraum entnommen habe. Dieses Wattestäbchen wird zurüch geschickt und bei der DKMS ausgewertet und die Daten gespeichert.


Es muss also nicht gepiekst werden. Es reicht eine Speichelprobe. Auch wenn man als Spender ausgewählt wird, muss heutzutage in den wenigsten Fällen noch Knochenmark entnommen werden.

Sollte man als Spender in Frage kommen, lässt man einen Gesundheitscheck und eine Bestätigungstypisierung (Blutprobe) beim Hausarzt machen. Anschließend, wenn wirklich alles passt, wird in 80% der Fälle über fünf Tage ein Aufbauserum gespritzt, damit die Stammzellen vermehrt produziert werden. Nach der Aufbautherapie wird einem Blut entnommen, welches quasi auf diese Stammzellen gefiltert wird. Wie gesagt, nur noch in den wenigsten Fällen muss heutzutage noch Knochenmark entnommen werden.

Viele Infos findet ihr natürlich auch bei der DKMS direkt. Vielleicht konnte ich ja den ein oder anderen von euch ermutigen, sich registrieren zu lassen.

Ich hätte auch niemals damit gerechnet, dass es mich einmal (wenn auch indirekt) treffen könnte. Doch die letzten anderthalb Monate haben mir gezeigt, wie hart einen diese Diagnose treffen kann - sowohl den Patienten als auch alle Angehörigen.

Wenn ich nur einem Patienten helfen könnte, hätte sich diese Registrierung schon gelohnt...

1 Kommentar

  1. Leider bin ich zu alt für die Registrierung, aber man sollte es wirklich tun.
    Deinem Vater alles <Gute.

    LG
    Ulla

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Liebe Grüße, Uta